Unsere schule

Studienfahrt England 2018


Klassenfahrten, Exkursionen und weitere außerschulische Unternehmungen sind fester Bestandteil unseres Schullebens. Hierzu gehört auch die jährliche Studienfahrt nach England, die in der Woche vor den Zeugnissen stattfindet. Zentralen Stellenwert besitzen hierbei das Gemeinschaftserlebnis, das soziale Miteinander, das Vertiefen der Englischkenntnisse und das Kennenlernen der Geschichte und Kultur Englands. Dies gelingt besonders gut durch die Unterbringung in Gastfamilien, wo die Schülerinnen und Schüler das typisch englische Leben hautnah miterleben und sich mit der Familie auf Englisch austauschen können. Teilnehmen können interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9.

Die diesjährige Fahrt fand vom 15.07. bis zum 20.07.2018 statt.

Unsere Englandfahrt 2018


Alles begann am 2. Juli 2017.

Es war 5 Uhr morgens und 50 Schüler aus der 8. und 9. Klasse warteten an der Bushaltestelle auf den Bus. Alle waren müde. Einige sind früh aufgestanden, während andere, sowie ich, Ömer Sentürk, Schülersprecher der Otto-Hahn-Realschule, in der Nacht nicht ein Auge zugedrückt haben. Man könne ja schließlich im Bus schlafen, meinte ich. Diese Entscheidung habe ich stark bereut, warum, werde ich noch erklären. Das ist mein persönlicher Bericht über die Exkursion nach England. Die Reise führte nach Brighton, bzw. Großbritannien, der Bus, mit dem wir fuhren, transportierte uns von unserer Schule nach Frankreich, von Frankreich über den Channel mit einer Fähre nach Dover, von Dover ins Landesinnere. Die Fahrt dauerte insgesamt 15 Stunden, bisher meine längste Fahrt. Die Fahrt an sich war ein ''Dorn im Auge''. Wegen der ungeraden Zahl der Sitze und auch aus ein wenig Pech wurde ich von meinen Klassenkameraden getrennt. Meine Klassenkameraden saßen im Bus vorne, während ich hinten saß. Dazu muss man noch sagen, dass 15 Stunden Fahrt, allein nur die Hinfahrt, wirklich anstrengend sind. Es hätte aber schlimmer kommen können. Meine Sitznachbarn waren sehr cool drauf und ich konnte mich sehr schnell sehr gut mit ihnen verstehen. Die Fahrt war anfangs laut, denn jeder war aufgeregt, doch nach mehreren Stunden beruhigte sich die Lage. Die Lautstärke hat mich persönlich nicht gestört, ich hatte Kopfhörer an und habe meist laute Musik gehört. Ich konnte selbst mit dem Gebrüll meines Sitznachbarn schlafen, zwar ohne Bettdecke, aber ich war ja schließlich seit fast 20 Stunden wach. Nach einem oder auch zwei ungemütlichen Nickerchen sind wir in Frankreich angekommen. Jetzt mussten wir mit der Fähre nach Dover, bzw. England.

Die Fahrt mit der Fähre war angenehm. Ich habe sogar ein paar Bilder geschossen, auf man die White Cliffs of Dover betrachten kann.

Nach einem Marsch über diese Klippen sind wir dann mit dem Bus weiter gefahren. Nach der letzten Fahrt des Tages kamen wir am Treffpunkt an. Die Gastfamilien holten uns hier ab. Die Gastfamilie war sehr nett zu uns und ich schätze sie war überrascht von unseren Englischkenntnissen. Aber es gab kleinere Schwierigkeiten. Man konnte die Badtüren abschließen. Es kam aber deswegen zu keinen Problemen.

Bemerkenswert war auch, dass die Betten nicht getrennt waren. Ja, mein Kollege Maik Albert und ich mussten in einem Bett schlafen. Dies war gar nicht so schlimm, da das Bett Gott sei Dank sehr breit war und Maik und ich großen Abstand voneinander hatten. Das waren aber die einzigen Punkte, die etwas merkwürdig waren. Ich muss sagen, die Familie war großartig, sie haben uns auch immer Lunchpakete vorbereitet.

3.07.2017

Die Nacht verging schnell. Nach einem Frühstück ging es mit vollem Magen zum Treffpunkt. Von dort ging es mit dem Bus zu den Seven Sisters, das sind Klippen, die den White Cliffs sehr ähnlich sind. Wir wanderten über alle sieben Hügel. Auf den Hügeln war es ziemlich windig und auch gefährlich. Man will wirklich nicht von einen dieser Hügel runterfallen. Der Bus wartete auf der anderen Seite auf uns. Dann ging‘s nach Brighton. Brighton ist eine extrem lustige Stadt, wie eigentlich jede andere Großstadt in England. Es war definitiv aufregend, wir waren bummeln und verbrachten viel Zeit auf dem berühmten Brighton Pier.

4.07.2017

Dieser Tag war am Lustigsten. Wir führen nämlich nach London, das Herzstück Englands. Nach einer zweistündigen Fahrt waren wir schon da. Wir hatten dort sehr viel Freizeit, in der wir die Shoppingmeile Oxford Street erkunden konnten. Als wir uns wieder mit den Lehrkräften getroffen haben, fuhren wir eine Runde mit dem London Eye. Das London Eye ist ein gigantisches Riesenrad. Mit einer Höhe von 135 Metern ist das das größte Riesenrad Europas.

Ebenfalls waren wir auf einer Bootsfahrt auf der Themse, die durch die Stadt ging. Meiner Meinung nach ging sie ein wenig lang, doch der Kommentator war humorvoll drauf.

5.07.2017

An diesem Tag haben wir eine Universität besichtigt, aber nicht nur irgendeine. Diese Universität war eine Burg, das Herstmonceux Castle. Der Reiseführer meinte, dass es 50.000 Britische Pfund monatlich kostet. Das sind 57.127 Euro. Nach der Führung spazierten wir noch durch die eindrucksvollen Gärten der Burg. Anschließend durften wir beim Shoppen in Brighton erneut unsere Englischkenntnisse unter Beweis stellen.

06.07.2017

Dieser Tag war ein besonderer Tag, es war nämlich mein 16. Geburtstag. Der Busfahrer war so nett und hat ein Lied über die Lautsprecher abspielen lassen. Ich schätze meine Lehrerin und Lehrer haben es ihm erzählt. Aber dies war nicht alles, an diesem Tag fuhren wir zurück nach Deutschland. Davor besuchten wir jedoch noch ein letztes Mal London. Wir besuchten den Buckingham Palace und wurden Zeuge des berühmten „Changing of the Guard“. Anschließend waren wir im Madame Tussauds, wo es von historischen Personen sowie Schauspielern und anderen Promis täuschend echte Wachsfiguren gibt. Doch alles Gute hat ein Ende und auch die schönste Zeit geht mal vorbei. Der Bus wartete schon in der Nähe eines Parkplatzes. Wir fuhren die lange Strecke über Nacht zurück nach Deutschland. Wir kamen gegen Mittag in Lahr an, zwar müde und erschöpft, aber auch ein wenig froh. 

Fazit


Für mich persönlich war alles in Allem wunderbar. Die Großstädte waren wie erwartet teuer. Doch das Land an sich, die Sehenswürdigkeiten und die Kultur waren atemberaubend. Ich würde wieder hingehen und ich schätze die meisten Teilnehmer auch. Die Exkursion ist definitiv empfehlenswert. Wann sonst hat man die Möglichkeit, mit seinen Freunden so viel englische Kultur zu erleben und nebenher noch die Sprachkenntnisse zu verbessern?

Ich hoffe ich konnte Sie oder euch mit diesem Bericht inspirieren oder bei der Entscheidung helfen. Mein Name ist Ömer Sentürk und ich bedanke mich fürs Lesen.