Unsere schule

Otto Hahn - Ein bedeutender Wissenschaftler


Otto Hahn - 1

Otto Hahn wird am 8. März 1879 geboren. Er lebt mit seinem Vater, Glasermeister Heinrich, seiner Mutter Charlotte und drei Brüdern in Frankfurt am Main. Mit 15 erwacht sein Interesse für Chemie, was die heimische Waschküche zu spüren bekommt. Sein Vater hätte ihn gerne als Architekt gesehen, beugt sich aber dem Wunsch seines Sohnes, Industriechemiker zu werden. 

So beginnt er nach seinem Abitur, - das er übrigens an einer Oberrealschule ablegt und in dem er drei Einsen hat, allerdings weder in Chemie noch Physik oder Mathematik, sondern in Turnen, Singen und Religion, - er beginnt also 1897 in Marburg Chemie zu studieren. 

1901 promoviert er, wechselt nach London und Montreal und macht dort seine ersten Entdeckungen im damals noch jungen Gebiet der Radiochemie. 

1906 kehrt er nach Deutschland zurück, nach Berlin, wo ihm im Chemischen Institut der Universität ein eigenes Labor mit allerdings äußerst primitiven Apparaturen zur Verfügung gestellt wird. Schon nach wenigen Monaten Forschung macht er dort bedeutende Entdeckungen. 

Otto Hahn und Lise Meitner

Als er 1907, kurz nach seiner Habilitation die Physikerin Lise Meitner kennen lernt, beginnt eine 30 Jahre währende erfolgreiche Zusammenarbeit und innige Freundschaft der beiden Wissenschaftler. 

Ihre Forschungen gipfeln in der Entdeckung der Kernspaltung, die im Januar 1939 veröffentlicht wird. Zu diesem Zeitpunkt ist Lise Meitner allerdings schon mit Hahns Hilfe nach Schweden emigriert, da sie als Jüdin in Deutschland gefährdet war. 

Von dort aus liefert sie eine erste theoretisch-physikalische Erklärung für die radiochemischen Versuchsergebnisse Hahns.

1944 wird Otto Hahn der Nobelpreis für Chemie zuerkannt – für seine Entdeckung der Spaltung schwerer Atomkerne, so die Begründung. Die Nazis verbieten ihm, den Preis entgegen zu nehmen und so bekommt er ihn erst 1946 überreicht.

Dass seine Entdeckung der Kernspaltung zur Entwicklung der Atombomben beigetragen hat, die in Hiroshima und Nagasaki Tod und unendliches Leid über hunderttausende Japaner gebracht hat, treibt Otto Hahn an den Rand der Verzweiflung. 

Schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Lebensende setzt er sich gegen die militärische Nutzung der Kernenergie ein.

Otto Hahn - 3

Am 28. Juli 1968 stirbt Otto Hahn in Göttingen. 

Wegen seiner pazifistischen Haltung, die er engagiert vertrat, wurde er mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. 

"Wir müssen wieder Ehrfurcht vor dem Menschleben haben" mahnt er in einer Rede 1950.Der Lahrer Gemeinderat hat eine gute Wahl getroffen, als er unserer Schule den Namen dieses Mannes gab.